Presse - Přemysl Vojta

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12/2011

Gehörnter Beckmesser im Kurhaus

Premysl Vojta zelebriert das zweite Hornkonzert von Richard Strauss

...Mehr noch als alle technische Perfektion gefiel die blühende Entfaltung des Werkgehalts: Flexibelste Artikulation, üppig schimmernde Klangnuancen und eine agogisch wie dynamisch vollendete Phrasierung ermöglichten den Genuss bis zur Identifikation...

Recklinghäuser Zeitung, 10/2011

Dem Přemysl Vojta bot das 1951 uraufgeführte B-Dur-Hornkonzert des Ukrainers Reinhold Glière eine Steilvorlage, um zu zeigen, dass ein Horn als Soloinstrument nicht schwerfällig und banal, sondern schmeichelhaft klingen kann. Messiaens „Appel“ als Zugabe offenbarte Vojtas stupende Virtuosität noch eindrucksvoller.

WAZ Gelsenkirchen – Ein Hornist brilliert, 10/2011

Ein Horn lässt aufhörchen. Denkt man bei diesem Instrument noch immer gern an rustikale Jagdfanfaren, demonstrierte Přemysl Vojta wie ungeheuer virtuos, warm, beweglich und unangestrengt das Horn klingen kann. Ein brillanter junger Solist, das Publikum jubelte... Ein Hornkonzert, wie es runder und perfekter kaum klingen könnte... Mit dem eingängigen, melodienseligen, spätromantischen Konzert für Horn und Orchester B-Dur op.91 von Reinhold Glière konnte der Solist alle Register effektvoll ziehen. Und damit nicht genug: Was Musiker und Instrument noch alles leisten können, zelebrierte Vojta fulminant mit einer Zugabe voller überraschender Momente von Messiaen.

HA Kamen, 10/2011

...Die äußerst schwierige Solokadenz mit extremen Intervallsprüngen und harmonisch gerückten Sequenzen meistert er elegant und wie mühelos...

WR Kamen, 10/2011

...Dem 28-jährigen tschechischen Hornisten Premysl Vojta war Glièrs Komposition wie auf den Leib geschrieben...

WAZ Recklinghausen 10/2011

...Die kleine Solo-Zugabe mit Olivier Messiaen, spannungsvoll lyrische Momente und scharfe Stakatto-Attacken kontrastierend, war interessante Leistungsschau dieses souveränen Hornisten...

Beethovenfest, Generalanzeiger Bonn, 10/2011

...Přemysl Vojta hat die stilistische Vielfalt des von Schumann romantisch bezeichneten Instrumentes als "Seele des Orchesters" ganz bezaubernd vorgeführt. Als mustergültig beseelt und innig kann die Interpretation von Schumanns Adagio und Allegro As-Dur (op. 70) gelten, mit der beide den Vormittag eröffneten.

Olivier Messiaen ist für die akribische Imitation von Vogelstimmen in seinen Werken bekannt, in "Appel interstellaire" aus "Des Canyons aux Étoiles" für Horn solo ahmt der Solist die Rufe des Canyon-Zaunkönigs nach. Für Vojta eine schöne Gelegenheit, seine makellose Technik und artikulatorische Mannigfaltigkeit zu präsentieren. Langer Applaus.

Beethovenfest, Bonner Rundschau, 10/2011

...Premysl Vojta spielte das (Schumann) etwas zuruckgenommen mit fein gezeichneten Linien und mit weichen, sauber entwickelten Klängen in den höheren Lagen. Kammermusikalisch deutlich ausgearbeitet erklang Rheinbergers Sonata Es-Dur op.178, ein Spätwerk. Auch hier überzeugte der tschechische Hornist, vor allem in der Durchführungsteilen mit ebenmässigem Spiel, extrem sicheren Intonation und einer gefühlvoll-sanft ausgestalten Kantilene (Adagio). Olivier Messiaens "Anrufung", mit Vogelstimmen, Glissandi, kurzen, herausgeschleuderten Phrasen, gestaltete der junge tscheche als spannend, intensiven " Kommunikationsversuch" mit dem Numinosen, es klang, je länger, wie das unruhig-wartende Pochen an einer imaginären Wand - ein starkes Stück...

Stuttgarter Zeitung, 3/2011

...Vojta spielte das Hornkonzert (1958) von Jiří Pauer. In dieses Ansammlung virtuoser Ungeheuerlichkeiten bewegte sich Vojta wie der berühmte Fisch im Wasser. Stilistisch balancierte er diese Musik, die sich so eloquent der Stilmittel Gerschwins und Bernsteins bedient, derart perfekt aus, dass man das Atmen hätte vergessen können...

Nmz neue musikzeitung 10/2010

souveräan mit tiefsschürfender Ausdruckskraft eines beeindruckend plastisch geformten Horn-Klangs. Die Vielfalt der klangsinnlichen Nuancen im Hornkonzert Nr. 2 Es – Dur von Richard Strauss hätte nicht schlüssiger und einflühlsamer gespielt werden können...

Süddeutsche Zeitung 9/2010

...Wer wie der Tscheche derart geschmeidig spielt, jede Wendung im Orchester, jede Modulation mitgestaltet, perfekt ist in Ansatz und Tongebung; wer dabei aber nicht nur jedes Detail meistert, sondern weiträumig phrasieren kann, auch buchstäblich einen großen, weiten Atem besitzt, der hat den Spitzenplatz verdient. Im Andante con moto beglückte der 27-jährige Solo-Hornist beim Konzerthausorchester Berlin zudem noch mit herrlich dunklen, bronzen angehauchten Farben, unterstützt vom ausgezeichneten Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Christoph Poppen, das mit Brillanz und Feuereifer bei der Sache war.

Augsburger Allgemeine 9/2010

...Hornist Přemysl Vojta, mit einem betörend schönen, warmen und streichelnd weichen Ton gesegnet, fand in Richard Strauss spätem, schwelgerischen, undankbar schwerem Hornkonzert Nr.2 bald zu seinem makellosen Spiel, zu herrlich sanfter, sehr lebendiger Dynamik, unaufringlich abwechslungsreicher Phrasierung, samtig perlenden Tönen und einer hochmusikalischen, mit Wärme ausgekleideten Gestaltung. Selten hört man das bedächttige Horn derart frei, modifizierbar und beweglich...

Augsburger Allgemeine 5/2008

Das "Hornkonzert d-Moll" von Antonio Rosetti fand in ihm einen Interpreten, der durch seine warme Tongebung in hohen und tiefen Bereichen bestach. Die weich gestalteten sicheren Einsätze waren ebenso bemerkenswert wie die stimmige Dynamik, bei einer vom feinsten Pianissimo bis zum prallen Forte stets beherrschten Intonation und die mitreißende Spielfreude des jungen Musikers, der sich in die Herzen der Zuschauer spielte, was der lang anhaltende Beifall bewies.